Kurzgeschichte: Der Kuchen// Cuento: La Torta

Hallo an alle!

Aufgrund der Corona bedingten Ferien hatte ich in der letzten Zeit nicht all zu viel zu tun. Diese Kurzgeschichte ist eine überarbeitet Fassung, das Original habe ich im September geschrieben. es handelt sich dabei um eine Kurzgeschichte, die aus zwei Sichtweisen geschrieben ist, die dieselbe Situation beschreiben. Und weil ich im Moment Zeit habe und mein Spanisch nich einrosten soll hab ich sie auch auf Spanisch übersetzt. Für meine argentinischen Leser/innen.

No he tenido mucho que hacer recientemente debido a las vacaciones porque el Corona . Este cuento es una versión revisada, escribí el original en septiembre. Es una historia corta escrita desde dos perspectivas que describe la misma situación. Y debido a que tengo tiempo en este momento y no debería oxidar mi español, también lo he traducido al español. Para mis lectores argentinos.

 

Der Kuchen

Sie sah mich an. Mit lüsternen Blicken verschlang sie mich in Gedanken. Ich beobachtete wie sie eine Gabel aus der obersten Küchenschublade nahm und sie neben den Teller legte, der schon seit einiger Zeit dort stand. Sie leckte sich über die Lippen und visierte mich, ehe sie ihre Hand nach mir ausstreckte, blind vor Verlangen. Sie war bereit. Ihre weichen, unschuldigen Hände umschlangen mich. Zuerst zart und zögerlich, dann bestimmter und entschlossen. Sie hob mich hoch und setzte mich auf den weißen Teller. Meine Zeit war gekommen. Sie setzte sich vor mich auf den Stuhl und ich sah zu ihr auf. Ihre langen Haare baumelten herab und ihre Augen musterten mich mit einem sehnsüchtigen Blick, aus dem das Verlangen sprach. Ihre Hand griff nach der Gabel und ohne zu Zittern verharrte sie, die Gabel fest umschlossen, über mir. Dann stach sie zu, mein Schicksal war besiegelt. Erbarmungslos bahnten sich die kalten, metallenen Zinken langsam in mein weiches, noch warmes Inneres. Gebannt beobachtete ich wie sich ihre roten Lippen langsam öffneten und sie sich einen Teil von mir in den Mund schob. Genüsslich schloss sie die Augen. Ohne Gnade rammte sie die Gabel erneut in mich. Ich aß noch ein Stück.

Der Kuchen war wirklich lecker und ich konnte ihm nicht widerstehen. Er sah so verführerisch aus, wie er da lag, auf dem strahlend weißen Teller, das ich der Verlockung nicht standhalten konnte. Er war bereit für mich. Ich nahm noch einen Bissen und spürte dem vollen Geschmack der bittersüßen Schokolade nach, der sich auf meiner Zunge ausbreitete. Also nahm ich noch einen Bissen, getrieben von der Lust. Und noch einen.

Inzwischen war nicht mehr viel von mir übrig. Ich ging meinem Ende entgegen. Melancholisch blickte ich zurück, musste daran denken was ich alles gesehen, erlebt, gefühlt hatte. Der Anfang, als ich, noch heiß, aus dem Backofen kam, das Abkühlen, der Moment, als sich der Schokoladenüberzug über mir verteilte, und dann, der schicksalshafte Augenblick als man mich hinter die Ladentheke der Bäckerei stellte. Dort traf ich sie. Es war Liebe auf den ersten Blick, denn ich erkannte das Feuer das hinter ihren Augen loderte. Sie wählte mich aus und nahm mich mit in ihre Wohnung. Ich wurde auf den Küchentisch gestellt und dann behutsam auf einen Teller gelegt. Und hier sind wir nun. Es war ein aufregendes, ein schönes Leben.

Traurig schaute ich auf den Kuchen. Gleich werde ich ihn aufgegessen haben und dann ist der weg. Mir wird der Geschmack fehlen, den er auf meiner Zunge hinterlässt.

Nun ist es fast vollbracht, sie muss noch einen Bissen nehmen, dann bin ich fort. Tod. So jetzt, noch der letzte Bissen. Mmmh, der Kuchen ist echt lecker. Ich beobachtete wie die Gabel langsam näher kam, um mich zu verschlingen, aber es ist okay. Dazu wurde ich schließlich geboren. Wenn ein Kuchen lächeln könnte, dann würde ich es jetzt tun.

Lebe Wohl Welt, ich bin bereit. Ich schob mir genüsslich den letzten Bissen in den Mund. Zum letzten Mal genoss ich die schokoladige Süße, die sich in meinem Mund ausbreitete. Traurig blickte ich auf den leeren Teller vor mir. Wo einst das ganze Stück Kuchen, in seiner vollen Pracht lag, waren nur noch braune Krümel übrig geblieben.

 

La Torta

Me miró. Con miradas lujuriosas me devoró en sus pensamientos. Observé mientras tomaba un tenedor del cajón superior de la cocina y lo colocaba al lado del plato que había estado allí durante algún tiempo. Se lamió los labios y me vio antes de alcanzarme, ciega de deseo. Ella estaba lista. Sus manos suaves e inocentes me envolvieron. Delicado y vacilante al principio, luego determinado y determinado. Ella me recogió y me puso en el plato blanco. Mi hora había llegado. Se sentó en la silla frente a mí y la miré. Su largo cabello colgaba y sus ojos me miraban con una mirada melancólica que expresaba deseo.       Su mano alcanza el tenedor y, sin temblar, permanece acerca de mí, el tenedor bien cerrado. Sin piedad, las frías puntas de metal se movieron lentamente hacia mi suave y aún caliente interior. Observé embelesado como sus labios rojos se abrieron lentamente y empujó una parte de mí en su boca. Con gusto cerró los ojos. Sin piedad me clavó el tenedor otra vez.

La torta estaba realmente delicioso y no pude resistirme. Parecía tan tentador mientras estaba allí, en la placa blanca brillante que no pude resistir la tentación. Estaba listo para mí. Dí otro mordisco y sentí todo el sabor del chocolate agridulce esparciéndose por mi lengua. Así que tomé otro bocado, impulsado por la lujuria. Y otra.

Para entonces no quedaba mucho de mí. Me estaba acercando a mi fin. Melancólicamente miré hacia atrás, tuve que pensar en lo que había visto, experimentado y sentido. El comienzo cuando salí del horno, todavía caliente, el enfriamiento, el momento en que la capa de chocolate se extendió sobre mí, y luego, el fatídico momento en que me colocaron detrás del mostrador de la panadería. Ahí es donde la conocí. Fue amor a primera vista, porque reconocí el fuego que ardía detrás de sus ojos. Me eligió y me llevó a su apartamento. Me pusieron en la mesa de la cocina y luego me pusieron cuidadosamente en un plato. Y aquí estamos. Era una vida excitante y hermosa.

Miré tristemente la torta. Lo habré comido pronto y luego se habrá ido. Extrañaré el sabor que deja en mi lengua

Ya casi está hecho, tiene que dar un mordisco más, y luego me iré. La muerte.

Ahora, un último bocado. Mmm, este pastel es realmente bueno.

Vi cómo el tenedor se acercaba lentamente para devorarme, pero está bien. Esto es para lo que he nacido. Si un pastel pudiera sonreír, yo haría ahora. Chau mundo, estoy listo.

Por última vez disfruté de la dulzura de chocolate que se extendió en mi boca. Miré con tristeza el plato vacío frente a mí. Donde una vez que todo el pastel yacía en todo su esplendor, solo quedaban migas marrones.

 

 

 

 

 

Rezension: Der Reisende

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Infos

Titel: Der Reisende

Autor: Ulrich Alexander Boschwitz

Verlag: Klett-Cotta

Seiten: 303 Seiten

Preis: 20Euro E-Book: 8.99Euro

 

 

 

 

Klapptext

Deutschland im November 1938. Otto Silbermanns Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Er selbst versucht, unsichtbar zu bleiben, nimmt Zug um Zug, reist quer durchs Land. Inmitten des Ausnahmezustands. Er beobachtet die Gleichgültigkeit der Masse, das Mitleid einiger Weniger. Und auch die eigene Angst.

Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird in Folge der Novemberpogrome aus seiner Wohnung vertrieben und um sein Geschäft gebracht. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Zunächst glaubt er noch, ins Ausland fliehen zu können. Sein Versuch, illegal die Grenze zu überqueren, scheitert jedoch. Also nimmt er Zuflucht in der Reichsbahn, verbringt seine Tage in Zügen, auf Bahnsteigen, in Bahnhofsrestaurants. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im Deutschland dieser Zeit auf so unmittelbare Weise nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört, spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage.

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Rezension: Redwood Love-Es beginnt mit einem Blick

 

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Titel: Redwood Love-Es beginnt mit einem Blick

Autor: Kelly Moran

Verlag: rohwolt

Seiten: 384

Preis: Paperback: 12.99€   E-Book: 9.99€

 

 

Klapptext

Kleine Stadt, große Gefühle
Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …

 

Meine Meinung

Überall konnte man viele positive Meinungen zu diesem Buch lesen, dass Teil einer Trilogie ist. Das Cover ist ein echter Blickfang, der durch seine rustikale Idylle einen Vorgeschmack auf die Geschichte gibt. Jetzt bin ich gespannt was drin steckt. 

Kelly Moran läßt ihre Geschichte in einer unglaublich idyllischern, bescheidenen Kleinstadt spielen. Alles hat seinen Platz, so wie es immer war, wird es auch in Zukunft sein. Der leichte und unkomplizierte Schreibstil der Autorin gibt dem tradierten Leben eine Beschwingtheit, die das Gefühl vermittelt, „Ja, so muß das sein, dass fühlt sich richtig an“.  Da gibt es Cade, der sich als Adonis fühlt und da ist Avery, die nach Redwood zog in der Hoffnung Ordnung in ihr Leben zu bringen. Ihrer autistischen Tochter will sie ein zuhause geben.

Ihren neuen Job fängt sie dann auch in der Tierarztpraxis an, wo sie täglich mit Cade zu tun hat, der sie nicht mehr aus den Augen läßt. Trotz des herzlichen Empfangs in der Ortsemeinschaft für Avery und Hailey gibt es schon bald erste Feindseligkeiten, ist doch das Interesse von Cade an Avery den anderen Frauen nicht entgangen.

Das klassische Rollenmodell wird bei Kelly Moran auf moderne Weise gepflegt. Sie stattet die beiden Hauptakteure noch mit einem autistischen Kind, was seinen Platz finden muss, aus. Wie wird Cade wohl mit Hailey zurecht kommen? Die gewünschte Romantik wird mit etwas Dramatik aufgepeppt. Zuerst die Sorge von Avery, ob Cade sich mit Hailey versteht, ob er auf sie eingehen kann. Doch dann stellt sich heraus, dass er sogar die Gebärdensprache beherrscht und alles ist gut. Dies verdeutlicht erneut die Oberflächlichkeit, mit der die Autorin die Handlung beschreibt. 

Im Buch begegnet man viel heiler Welt, die durch den netten, flüssig zu lesenden Schreibstil abgerundet wird. Ein idealer Begleiter für Reisen, wenn man abschalten und sich nur unterhalten will. 

Rezension: Mondstaub und Sonnenstürme

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Infos

Titel: Mondstaub und Sonnenstürme

Autor/in: Maja Köllinger

Verlag: Drachenmond Verlag

Seiten: 350

Preis: Taschenbuch: 14.90€  E-Book: 4.99€

 

 

 

Klapptext

Stell dir vor, du siehst in die Augen deines Gegenübers und erblickst sein Universum.
Du erkennst Gedanken, die wie Planeten in seinem Kopf umherkreisen.
Gefühle, die sich in Sternenbildern auf seinen dunklen Pupillen abzeichnen.
Geheimnisse, die sich in der schimmernden Nebula am Rande seiner Augen sammeln.

Stella ist eine Sternenseele. Sie verfügt über die Gabe, den Kosmos in unseren Köpfen zu ergründen.
Denn wir alle bestehen aus Sternenglanz, Mondstaub und Sonnenstürmen.
Wir alle tragen die kleinsten Teile des Universums in uns.
Wir haben nur verlernt, hinzusehen.

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